Taekwondo

TAEKWONDO (Tae-Kwon-Do) ist eine koreanische Kampfkunst, die sich primär aus dem japanischen Karate entwickelte - in die aber auch andere Kampfkunsterfahrungen eingeflossen sind. (Karate selbst entstand im 19.Jahrhundert auf der Insel Okinawa aus dem Shaolin KungFu) Zwischen 1905 und 1945 wurden durch die Japanischen Dominanz in Korea die bis zu dem Zeitpunkt dort existierenden Kampfkünste durch das Karate zurückgedrängt. Zwischenzeitlich wurde der sich etablierende Kampfstil als "Koreanisches Karate" bekannt und das japanische Wort Karate in das koreanische Dangsudo übersetzt (leere Hand). Erst 1955 erhielt diese Kampfkunst durch General Choi Hong-hi, die Bezeichnung 태(TAE) 권(KWON) 도(DO). 1959 gründete der General die Korean Taekwondo Association (KTA) von der sich 1966 die ITF (International Taekwon-Do Federation)  abspaltete. 1971 wurde Taekwondo zum Nationalsport in Korea ernannt und aus der KTA die WTF(World Taekwondo Federation). Mitte der 60er Jahre entwickelte der "General" die Hyong-Formen, die ähnlich wie die aus Karate bekannten Katas, festgelegte und mit Namen versehenen Bewegungsabläufe gegen imaginäre Gegner darstellen.

Zu einem späteren Zeitpunkt distanzierte sich die WTF von der ITF unter anderem mit einer eigenen Formenserie, die Poomse. Der General selbst entwickelte noch aus den Hyongs die Variation Tul, die eine schwingende Bewegung in die Hyongs integrierte.

In den späten 60er-Jahren wurde TAEKWONDO von koreanischen Meistern nach Deutschland gebracht wo seitdem die Kampfkunst in Sportschulen und Vereinen gelehrt wird. Es wurde der DTU-Verband gegründet, der an die WTF angegliedert ist. Daneben enstanden weitere unabhängige Verbände und Verbunde. Teils auch durch Meister die in den Aufbaujahren der DTU dabei waren. Einer dieser unabhängigen Konstellationen ist die ETF, zu der die Taekwondo-Abteilung des SV Sulzemoos in der Gründungszeit der Abteilung und den Jahren danach assoziiert war. Aus der ETF hat die Abteilung Taekwondo des SV Sulzemoos ihre aktuelle Orientierung zu dem WTF-Wettkampfstil (Westenkampf) und zu den traditonellen Hyong-Formen von Gen.Choi und der Oh-Do-Kwan-Schule. So sind auch die koreanischen Fachbegriffe die wir verwenden, aus der Oh-Do-Kwan-Schule und weichen partiell von den bei der ITF und den bei der WTF genutzen Begriffe ab.

Seit 2016 sind wir Taekwondo-fachspezifisch im I T O - Verband (Independent Taekwondo Organization) der zu dem Verband "Korean Combative Martial Arts" assoziiert ist. Auf der Wettkampf-Ebene ist unsere Abteilung zusätzlich Mitglied bei der Wettkampfplattform "World Martial Arts Comitee (W M A C)" die ihrerseits Mitglied in der Weltorganisation TAFISA ist und eine Partnerschaft mit der "World Kickboxing and Karate Union (WKU)" hat. 

Der Name TAEKWONDO ist zusammengesetzt aus drei koreanischen Begriffen: TAE steht für Fuß, KWON steht für Faust und DO für den geistigen Weg. Die Techniken des Taekwondo beruhen auf Stöße und Schläge, die schnell, effizient und kraftvoll ausgeführt werden müssen. Der Weg zur Selbstbeherrschung und Perfektion ist dabei das Ziel. TAEKWONDO kann sowohl als Wettkampfsport ausgeübt werden, als auch als Kampfkunst zur Selbstverteidigung erlernt werden. Obwohl sich Variationen um einen gemeinsamen Kern der Disziplin herausgebildet haben, und die Verbände und Sportschulen-Verbände stark konkurrieren und gar die Schreibweise des Namens variieren, ist das angestrebte Leistungniveau überall hoch. Für den einzelnen Sportler stellt die Abfolge der Gürtelgrade die zu erreichende Zwischenziele auf seinem persönlichen Weg dar , die jedoch nicht das Hauptaugenmerk des Sportlers sein sollten. Das Erlernen und Üben des Taekwondos gliedert sich bei uns in folgende Bereiche:

  • Taekwondo Techniken wie Faustschläge, Handkantenschläge, Kicks,...
  • Hyong-Formen
  • Bruchtest für die Grundprinzipien der Kraftübertragung und sowie das Trainieren der Willensstärke
  • Kyorugi - der Wettkampf: Ein sportliches Messen der Fähigkeiten und Kräfte zweier Gegner mit nur wenig erlaubten Taekwondo-Techniken und mit entsprechender Schutzausrüstung
    • Kontaktloses Sparring
    • Leichtkontakt- und Semikontakt-Sparring mit Boxhandschuhen
    • Vollkontakt Sparring(Westenkampf) ohne Faustschäge zum Kopf
  • Hosinsul - Befreiungstechniken
  • Taeryon - Verteidigungsübungen mit abgesprochenen Angriffen und präzise ausgeführten Kontern mit allen Techniken der Taekwondo-Kampfkunst

Für weitere und aktuelle Details zu TAEKWONDO empfehlen sich neben Wikipedia auch die lesenswerten Webseiten von vielen Vereinen und Kampfkunstschulen. Dort finden sich immer häufiger und im Laufe der Jahre immer präziser und detaillierter werdende Darstellungen der Kampfkunst Taekwondo und seiner Geschichte.